LBV Kreisgruppe Neustadt/Aisch - Bad Windsheim

Herbstwanderung 2020

Impressionen von der Herbstwanderung der Kreisgruppe nach Rimbach bei herrlichem Sonnenschein

Großes Interesse an Pilzberatung

Zufriedene Kunden die eine Beratung für ihre mitgebrachten Pilze bekamen und erstaunte Blicke über die Vielfalt der Pilze gab es am Infostand  der Kreisgruppe des LBV am Bauernmarkt in Neustadt.  Apotheker Thiemo Rudolf, Pilzsachverständiger, klärte über spezielle Unterscheidungsmerkmale sich ähnelnder Pilze auf und sortierte Giftpilze aus dem Sammelgut . Eindringlich gewarnt wurde vor Verzehr zu alter Pilze, die oft Vergiftungen auslösten.

Margareta Loscher machte noch auf die Wahl des VOGEL DES JAHRES 2021, durch die Bevölkerung, aufmerksam. Die Kreisgruppe wirbt für den Steinkauz, da im Landkreis nur eine Brut nachgewiesen ist.

Fotos: M. Loscher

Termine im November

Die Veranstaltungen am 09.11 und 13.11.2020 müssen leider wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Rundschreiben der Kreisgruppe

Rundschreiben der Kreisgruppe August 2020 - Januar 2021
LBV NEA 2020 02.pdf
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Aus NN-Online:

Aktion in Neustadt/Aisch: Laut werden für bedrohte Arten

LBV-Kreisgruppe war mit Infostand beim ErnteMarktPlatz mit von der Partie

NEUSTADT/AISCH - "Werde laut für mich! neue Agrarpolitik jetzt!", unterstützte die Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim eine Forderung des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern beim „ErnteMarktPlatz“ mit einem großen Stand.

 

An dem wurden die Passanten darum gebeten, noch rechtzeitig einen Appell an die zuständigen Abgeordneten zu richten, ehe das EU-Parlament in wenigen Tagen über die künftige gemeinsame Agrarpolitik abstimmt. Dabei werde darüber entschieden, wie viel Platz die Natur in der Agrarlandschaft der nächsten Jahre erhalte und wie viel Geld bereitgestellt wird, um viele bedrohte Arten zu retten, machte der LBV an seinem Infostand mit seiner Mahnung deutlich:

 

"In der Agrarlandschaft wird es stumm, denn die Vogel- und Insektenvielfalt schwindet. Die intensive Landwirtschaft nimmt Rebhuhn, Kiebitz und Wildbienen Lebensraum und Nahrung. In der Schweiz ist das Rebhuhn seit diesem Jahr ausgestorben, hierzulande droht ihm und vielen weiteren Arten ein ähnliches Schicksal. In wenigen Tagen liegt es in den Händen unserer Europa-Abgeordneten, das Ruder herumzureißen – mit einer Reform der milliardenschweren EU-Agrarpolitik".

 

Man müsse endlich wegkommen vom Gießkannenprinzip, das die Intensivierung befeuere und umsteuern auf ein "Fördersystem, das LandwirtInnen für Natur- und Klimaschutzleistungen angemessen vergütet", so der Landesbund für Vogelschutz. Dieser sei der älteste unabhängige Naturschutzverband Bayerns und setze sich seit über 111 Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt ein, ließ Margareta Loscher bei Gesprächen am Rande des gut besuchten "ErnteMarktPlatzes" wissen.

 

Kreisgruppe favorisiert den Steinkauz

An dem wurde auch über die Wahl des "Vogels des Jahres 2021" informiert, an der sich erstmals seit 1971 nicht eine Expertenrunde von Vogel- und Naturschützern über dieses Prädikat entscheidet, sondern alle Menschen in Deutschland eingeladen sind, im Jubiläumsjahr abzustimmen, wer "Vogel des Jahres" werden soll. Bei einer Vorwahl können noch bis 15. Dezember Stimmen für einen oder mehrere hier brütenden sowie die wichtigsten Gastvögel abgegeben werden. Die zehn Kandidaten die unter ausgeschriebenen 307 Arten die meisten Stimmen erhalten, gehen als Favoriten in die Stichwahl, in die es ab 18. Januar 2021 geht. Am 19. März steht dann fest, wer die meisten Stimmen erhalten hat und damit der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres ist.

 

Rund 44 Prozent der heimischen Brutvogelarten stehen nach LBV-Auskunft in Bayern auf der "Roten Liste gefährdeter Arten", 20 weitere Prozent auf der Vorwarnliste. Als besorgniserregend gilt vor allem die Situation der ehemaligen "Vögel des Jahres" Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche sowie anderer ehemals häufiger Vogelarten in der Agrarlandschaft. Wie Margareta Loscher wissen ließ, hat sich der Vorstand der Kreisgruppe auf den Steinkauz, als "Vogel des Jahres", geeinigt und wirbt für diesen. In den 1970-er Jahren habe es noch etwa 20 bis 30 Brutpaare im Landkreis gegeben, zurzeit sei nur ein Brutpaar bekannt. Mehr dazu erfahren Interessierte unter https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/steinkauz/ sowie zur Wahl des Lieblingsvogels unter https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/vogel-des-jahres-2021/.

Fotos: Margareta Loscher

 

LBV-Obstsortenwanderung

Die jährliche Obstsortenwanderung der LBV-Kreisgruppe führte heuer nach Egenhausen, einer Ortschaft mit einem beachtlichen Obstbaumbestand.

30 Teilnehmer, z. Tl. mit Vorkenntnissen, waren mit großem Interesse dabei.

Die Apfel- und Birnenexperten Richard Ittner, Weigenheim und Wilhelm Redinger, Custenlohr, die selbst eine größere Anzahl von Obstbäumen besitzen, bestimmten verschiedene Sorten entlang des Weges. Geführt von der Baumwartin Barbara Stadlinger, Egenhausen. Sie setzt sich sehr für den Erhalt und die Neupflanzung von Obstbäumen ein und hat sich in der Region bereits einen Namen geschaffen.

In Egenhausen fällt heuer, im Gegensatz zu manchen Gebieten des Landkreises, die Obsternte reichlich aus. So konnten die Experten eine Vielzahl von Apfel- und Birnensorten bestimmen, mit teils prächtiger Farbe und ungewohntem Namen. Darunter Birnensorten, wie die spät reifende "Gräfin von Paris", die wohlschmeckende "Gellerts Butterbirne" oder eine Mostbirne mit dem Namen "Oberösterreichische Weinbirne". Bei den Apfelsorten stellten die Fachleute z.B. den bekannten "Boskoop", den weniger bekannten "Croncels", den festfleischigen "Boiken", den "Welschisner" einen Winterapfel oder den bis Mai/Juni lagerfähigen "Rheinischer Bonapfel", vor. Dass die Bestimmung selbst für Experten manchmal Schwierigkeiten bereitet, zeigte sich an einem großen rotbackigen Apfel, der zunächst als "Jakob Fischer" benannt wurde. Da dieser aber früh reift und bereits abgeerntet sein müsste, ging Richard Ittner, nach Buchstudium, davon aus, dass es der "Kaiser Alexander" sein müsste. Erwin Grottenthaler, Egenhausen, hatte zu diesem Apfel einen passenden Spruch auf Lager: "Vom Alexander fault einer wie der ander". Dieser Apfel wird in der Tat als leicht faulend beschrieben. Den Jakob Fischer bekam man auch noch zu Gesicht. Hier konnten zeigte sich der Unterschied zum vorgenannten. Im Gegensatz zum Kaiser Alexander hängen so gut wie keine Früchte mehr auf dem Baum und die am Boden liegenden hatten ein typisch weiches Fruchtfleisch.

Leicht gemacht wurde die Bestimmung, als es an Obstbäumen mit Namenschildchen, wie Birne "Alexander Lucas", Apfel "Ingried Marie" oder "Danzinger Kant", vorbeiging.

Diese wurden unter Federführung von Frau Stadlinger angebracht und sind zur Sortenbestimmung für jedermann eine große Hilfe.

Am Schluss stellte Frau Stadlinger, den im Jahr 2016 eröffneten Ruheobstgarten vor, der aufgrund ihrer Initiative entstand.

Beim Spaziergang durch die Obstbaumlandschaft von Egenhausen wurde auch auf die allgemeine Bedeutung von gerade hochstämmigen Obstbäumen hingewiesen. Obwohl nicht alles Obst verwertet werden kann, hat jeder Obstbaum einen großen Wert, für dessen Erhalt und für Neupflanzungen es sich einzusetzen lohnt. Die Tier-Vogel- Insekten und Pflanzenwelt ist darauf angewiesen. Für und Menschen ist es wohltuend zu jeder Jahreszeit durch Obstbaumlandschaften zu gehen. Besonders im Frühjahr während der Blühte oder im Herbst, wenn die unterschiedlichsten Früchte heranreifen. Selbst einzeln stehende Bäume lockern die Landschaft auf und sind eine Bereicherung für unsere Augen und Sinne.

Erwin Taube

Fotos: Margareta Loscher

Ippesheim, August 2020: Weinhähnchen-Konzert in der fränkischen Toskana

Entlang von Weinbergen führte Heinrich Beigel von der LBV Kreisgruppe Neustadt-Aisch – Bad Windsheim eine interessierte Zuhörerschar: Alle wollten den Gesang der sich immer weiter verbreitenden Grille hören. Stand sie bis vor kurzer Zeit noch auf der Roten Liste in der Kategorie 1, vom Aussterben bedroht, breitet sich die wärmeliebende Heuschrecke immer weiter aus und wurde von Heinrich Beigel auch schon auf dem Büttelberg, dem höchsten Punkt im Landkreis, gefunden. Der Experte, der den Bestand seit der Erstentdeckung im August 2014 beobachtet und seit 2015 Führungen zum Thema leitet, wusste viel über das kurze Leben des Weinhähnchens zu berichten: Erst im Juni schlüpfen diese aus den Eiern, die in markhaltigen Stängeln abgelegt wurden; ernährt von zarten Pflanzenteilen und Blattläusen reifen sie heran. Zur Paarungszeit ist dann der weit wahrnehmbare Gesang der Männchen zu hören, der in warmen Spätsommernächten mediterrane Urlaubsgefühle schafft. Der Gesang irritiert viele Menschen, weil sie ihn nicht zuordnen können und Frosch oder Vogel dahinter vermuten. Die Teilnehmer*innen von Heinrich Beigels Führung wissen nun Bescheid! Spätestens im Oktober hat das Leben der Weinhähnchen ein Ende. Damit die nächste Generation heranreifen kann, sollte vor Juni in ihren Lebensräumen nicht gemäht werden.

Über uns

Wir vertreten die Naturschutzinteressen, vor allem ganz praktisch mit konkreten Projekten vor Ort aber auch in der Politik sind wir präsent. Unsere ehrenamtlich Aktiven setzen sich in verschiedensten Bereichen für den Erhalt wertvoller Lebensräume und den Schutz bedrohter Arten ein. 
Es finden regelmäßig Führungen und Vorträge von Experten statt.
 Auch betreiben wir Biotoppflege und kaufen Flächen auf um diese für die Natur zu sichern und versuchen im Landkreis eine bunte Artenvielfalt zu erhalten.

Unser Landkreis

Röhriger Wasserfenchel (Oenanthe fistulosa) (c) Heinrich Beigel
Röhriger Wasserfenchel (Oenanthe fistulosa) (c) Heinrich Beigel

In der Landschaft unseres Landkreises gibt es artenreiche Wiesen und Halbtrockenrasen, Kalkmagerrasen, unterbrochen von Hecken, Streuobstbeständen und Weinbergslagen.

 

- Die vielen trockenen, wärmeliebenden Standorte bieten vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum

 

- Zu dem kommen die Kalkmagerrasen-Lebensräume bei uns recht häufig vor. Typisch für Magerrasen sind z.B. zahlreiche Orchideenarten und eine sehr artenreiche Insektenfauna. Die jedoch mittlerweile sehr selten geworden sind. Deshalb ist es wichtig diese wertvollen Lebensräume zu erhalten.

 

- Das Grünland im westlichen Landkreis ist für die Nahrungssuche vieler Vogelarten z.B. dem Storch und dem Kiebitz enorm wichtig. Typische Pflanzen sind die Herbst-Zeitlose, die Kuckucks-Lichtnelke oder das Wiesenschaumkraut.

Auf feuchteren und nassen Standorten findet man auch die Sumpfdotterblume und Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut und die Sumpf-Stendelwurz. Eine Rarität, die in Gräben im Aischgrund wächst, ist der Röhrige Wasserfenchel.       

                                                                                                                            Der Steigerwald, der Naturpark Frankenhöhe, und viele weitere kleine Paradiese...                                                                                                                               Das alles gilt es zu schützen! 

 

                                                                                                                           

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdofree.com Blog Feed

Wer wird Vogel des Jahres 2021? Jetzt nominieren (Fr, 09 Okt 2020)
Vogelfedern Schon seit 1971 küren LBV und NABU den „Vogel des Jahres“. Bislang entschied eine Expertenrunde beider Verbände, wer den Titel tragen darf. Zum 50. Jubiläum ist alles anders! Erstmals entscheiden alle Menschen in Deutschland gemeinsam, wer der „Vogel des Jahres“ wird. Auch Sie!  Hier können Sie Ihren Lieblingsvogel nominieren.
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Das jahrelange Warten hat sich endlich gelohnt. Das einzige Steinkauzbrutpaar im Landkreis Neustadt Aisch/ Bad Windsheim hat erfolgreich 3- 4 junge großgezogen die nun flügge geworden sind.

 

 

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