LBV Kreisgruppe Neustadt/Aisch - Bad Windsheim

Unsere Termine im August

 

 

05.08.-14.08.2022: 2. Zählzeitraum vom Insektensommer, weitere Infos unter: https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/insektensommer/

 

 

Sa 27.08.2022, 20.00 Uhr: 26. Europäische Fledermausnacht Batnight. Treffpunkt: Parkplatz Wildbad Burgbernheim an der Kreisstraße nach Hornau. Wegstrecke 500 m zum Hirschteich, einer der Altmühlquellen. Matthias Weiß erläutert mit Hilfe des Bat-Detektors die vorkommenden Fledermausarten. Anmeldung bei M. Weiß, Tel. 09843/936532.


Bayerischer Biodiversitätspreis 2022: "Tiere der Nacht – Nachtleben in der Natur"

Der Bayerische Biodiversitätspreis 2022 wurde am 27. Juli 2022 durch Staatsminister Thorsten Glauber im Schloss Thurn in Heroldsbach verliehen.

 

Was wurde prämiert?

Unter dem Motto „Tiere der Nacht – Nachtleben in der Natur“ lobte der Bayerische Naturschutzfonds den Bayerische Biodiversitätspreis 2022 aus. Mit dem Preis soll das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt und der Lebensräume gestärkt und das Engagement für dieses Anliegen anerkannt werden.

 

Gruppenbild Preisträger des Projekts Uhuschutz im Frankenjura mit Umweltminister Glauber
Gruppenbild Preisträger des Projekts Uhuschutz im Frankenjura mit Umweltminister Glauber

Folgende Institutionen und Personen wurden geehrt:

1. Preis bzw. Hauptpreis (5.000 Euro) und Skulptur: Ehrenamtliche LBV-Uhu-Revier / Horstbetreuer: Herbert Klein, Erwin Taube, Georg Schrafl, Dieter David

 

Projekt: „Regierungsbezirk übergreifender Uhuschutz im Frankenjura“

Mit dem Biodiversitäts-Hauptpreis werden vier herausragende Uhuschützer ausgezeichnet: Dieter David, Herbert Klein, Georg Schrafl und Erwin Taube.

Alle vier engagieren sich in herausragender Weise ehrenamtlich und unentgeltlich seit Jahren bzw. Jahrzenten für den Schutz des Uhus (außerhalb der Kernflächen des bestehenden Artenhilfsprogramms Felsbrüter) und koordinieren lokale Monitoring- und Schutzmaßnahmen für den Uhu. Ziel der ehrenamtlich aktiven Uhuschützer ist es, Daten zur Revierbesetzung, dem Brutgeschehen, -verlauf und –erfolg in den Revieren der jeweiligen Landkreise als Grundlage für etwaige lokale Schutzmaßnahmen zu erfassen, ebensolche Schutzmaßnahmen anzustoßen, zu begleiten und zu kontrollieren, um die Bestände des Uhus in den jeweiligen Landkreisen zu sichern oder Neuansiedlungen zu unterstützen

Über die gesamte Brutsaison hinweg verbringen die vier Ehrenamtlichen unzählige Stunden –während der Abend- und Nachtstunden- im Gelände mit dem Monitoring der Art. Daran schließen sich Revierbegehungen und Horstkontrollen an, die zur Schaffung einer Datengrundlage dienen.

Die vier Ehrenamtlichen stehen stellvertretend für die ehrenamtlich Aktiven im

Uhuschutz. Alle vier engagieren sich ehrenamtlich in herausragender Weise z. T. bereits seit Jahrzehnten für den Schutz des Uhus. Der außerordentliche Einsatz von 4 Einzelpersonen hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Uhu (vormals Rote Liste 1 vom Aussterben bedroht) von der Roten Liste genommen werden konnte.

Stellvertretend für die vielen ehrenamtlich Aktiven im Uhuschutz wurden die vier herausragenden Uhuschützer aus dem Frankenjura mit dem Bayerischen Biodiversitätspreis 2022 und einer Skulptur ausgezeichnet.

 

Wir gratulieren Herbert Klein und Erwin Taube aus unserer Kreisgruppe für ihr Engagement!

 

Weitere Infos unter:

https://www.naturschutzfonds.bayern.de/biodiversitaetspreis/biodivpreis_2022.htm

 

Fotos von der Schmetterlingsexkursion vom 24.07.22 in Weigenheim

Fotos: Pablo Baindl

Diese Arten wurden bei der Exkursion gesehen:   

1 Rotbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus)

2 Großes Ochsenauge (Maniola jurtina)

3 Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

4 Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae)-Raupe

5 Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

6 Kaisermantel (Argynnis paphia)

7 Kleiner Kohl-Weißling (Pieris rapae)

8 Leguminosen-Weißling (Leptidea juvernica)

9 Grünader-Weißling ( Pieris napi)

10 Mattscheckiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus acteon)

11 Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola)

12 Kleiner Eisvogel (Lumenitis camilla)

13 Admiral (Vanessa atalanta)

14 Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)

15 Hornklee-Widderchen (Zygaena lonicerae)- Puppe

16 Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

17 Kleiner Sonnenrößchen-Bläuling (Aricia agestis)

18 Hausmutter (Noctua pronuba)

Rundschreiben der Kreisgruppe

Rundschreiben der Kreisgruppe mit Veranstaltungsprogramm 2022
Rundbrief 2022.pdf
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Der Vogel des Jahres 2022: Der Wiedehopf

Federschopf und langer Schnabel Der Wiedehopf ist in Bayern nur mit wenigen Brutpaaren vertreten. In seinem riesigen Verbreitungsgebiet von Spanien bis Ostasien bevorzugt er eher wärmere Gefilde, z. B. rund um das Mittelmeer. Die nördliche Verbreitungsgrenze der Art liegt in Mitteleuropa. In Wärmephasen der vergangenen Jahrhunderte waren Wiedehopfe bei uns zeitweise durchaus häufig. Mit der aktuell fortschreitenden Klimaerwärmung könnten sich also wieder mehr Wiedehopfe bei uns als Brutvögel ansiedeln. Im Bayerischen Wald wäre dies z. B. im Bereich des Regentales bzw. der Cham-Further Senke denkbar. Allerdings müssten dazu auch die Lebensräume geeignet sein. Genau darin liegt das Problem, denn die auffallenden Vögel brauchen abwechslungsreiche, offene Landschaften mit stellenweise schütterer Pflanzendecke. So etwas gibt es in unseren intensiv genutzten, nährstoffreichen Agrarflächen kaum mehr. Ebenso ist die Zahl von Großinsekten, der Hauptnahrung des Wiedehopfes, stark zurückgegangen. Ein solches Insekt ist die Maulwurfsgrille. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Art in Flussniederungen weit verbreitet, heutzutage ist sie selten und wird als gefährdet eingestuft.

Das markante Äußere des Wiedehopfes ist von seinem langen Schnabel und dem Federschopf geprägt, den er bei Erregung auffächern kann. Besonders im Flug kommt die schwarz-weiße Flügelzeichnung zur Geltung. Erstaunlich sind die oft nur in geringer Höhe befindlichen Bruthöhlen. Spechthöhlen, Astlöcher, aber auch Felshöhlen, und sogar Erdhöhlen werden bezogen. Man fragt sich, wie die Bruten überleben, erscheinen sie doch für Marder und andere Beutegreifer als leichte Beute. Wehrlos sind die WiedehopfFamilien aber nicht: Als Abwehrreaktion fauchen die Nestlinge und spritzen dem Angreifer Kot und ein übel riechendes Sekret aus der Bürzeldrüse entgegen. Um Wiedehopfe zu sehen, stehen die Chancen während des Zugs in die Brutgebiete im April am besten. In dieser Zeit kann man bei uns durchaus einzelne Tiere sehen, gelegentlich sogar in Siedlungen. Bislang entscheiden sich aber nur die wenigsten dieser Durchzügler dazu, bei uns zu brüten. Markant ist der typische, weit hörbare Ruf „upupup“. Lautmalerisch leitet sich davon auch der lateinische Name ab: Upupa epops. Die letzte Brut im Landkreis fand nach Informationen von Herbert Klein 1990 statt. Schmetterling, Lurch, Orchidee, Baum, Einzeller des Jahres und weitere Arten und die Natur des Jahres 2022 siehe: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-undprojekte/natur-des-jahres/2022.html 

Über uns

Wir vertreten die Naturschutzinteressen, vor allem ganz praktisch mit konkreten Projekten vor Ort aber auch in der Politik sind wir präsent. Unsere ehrenamtlich Aktiven setzen sich in verschiedensten Bereichen für den Erhalt wertvoller Lebensräume und den Schutz bedrohter Arten ein. 
Es finden regelmäßig Führungen und Vorträge von Experten statt.
 Auch betreiben wir Biotoppflege und kaufen Flächen auf um diese für die Natur zu sichern und versuchen im Landkreis eine bunte Artenvielfalt zu erhalten.

Unser Landkreis

Röhriger Wasserfenchel (Oenanthe fistulosa) (c) Heinrich Beigel
Röhriger Wasserfenchel (Oenanthe fistulosa) (c) Heinrich Beigel

In der Landschaft unseres Landkreises gibt es artenreiche Wiesen und Halbtrockenrasen, Kalkmagerrasen, unterbrochen von Hecken, Streuobstbeständen und Weinbergslagen.

 

- Die vielen trockenen, wärmeliebenden Standorte bieten vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum

 

- Zu dem kommen die Kalkmagerrasen-Lebensräume bei uns recht häufig vor. Typisch für Magerrasen sind z.B. zahlreiche Orchideenarten und eine sehr artenreiche Insektenfauna. Die jedoch mittlerweile sehr selten geworden sind. Deshalb ist es wichtig diese wertvollen Lebensräume zu erhalten.

 

- Das Grünland im westlichen Landkreis ist für die Nahrungssuche vieler Vogelarten z.B. dem Storch und dem Kiebitz enorm wichtig. Typische Pflanzen sind die Herbst-Zeitlose, die Kuckucks-Lichtnelke oder das Wiesenschaumkraut.

Auf feuchteren und nassen Standorten findet man auch die Sumpfdotterblume und Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut und die Sumpf-Stendelwurz. Eine Rarität, die in Gräben im Aischgrund wächst, ist der Röhrige Wasserfenchel.       

                                                                                                                            Der Steigerwald, der Naturpark Frankenhöhe, und viele weitere kleine Paradiese...                                                                                                                               Das alles gilt es zu schützen! 

 

                                                                                                                           

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