Giftnachweis im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim

LBV stellt Strafanzeige gegen Fälle von Naturschutzkriminalität

Im Frühjahr diesen Jahres hatten Spaziergänger innerhalb weniger Wochen vier tote Greifvögel im Raum Schauerheim, Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim, gefunden und dem LBV gemeldet. Aus

verschiedenen Gründen konnte keiner dieser Vögel toxikologisch untersucht werden. Im Juni verendete eine Katze in Schauerheim qualvoll und ein verdächtig aussehendes, geöffnetes Ei wurde auf einem Feldweg entdeckt. Der LBV hatte daraufhin beide Funde auf eigene Initiative zur

toxikologischen Untersuchung an ein Speziallabor der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München geschickt. Nun traf die Bestätigung ein: Beide Proben waren mit Carbofuran, einem starken Kontaktgift, belastet.

 

Da die aktuellen Funde mit denen vom Frühjahr diesen Jahres in unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu bringen sind, geht der LBV auch von einem inhaltlichen Zusammenhang aus. Deswegen hat der LBV rückwirkend Strafanzeige über die Untere Naturschutzbehörde am

Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gegen Unbekannt wegen einer artenschutzrelevanten Straftat gestellt. Der LBV bittet die Bevölkerung im Raum Schauerheim aufmerksam zu sein und bei verdächtigen Funden von toten Tieren oder möglichen Ködern, wie auffällig gefärbten Fleischresten oder Hühnereiern, unverzüglich die Polizei unter der Rufnummer 110 und den LBV zu informieren.

 

Carbofuran ist ein hoch wirksames Insektizid, das 2008 in der EU verboten wurde, jedoch noch immer online oder in anderen Ländern erhältlich bzw. noch in vielen Kellern gelagert ist. Für Mensch und Tier wirkt es als hochgefährliches Kontaktgift. Die Folgen bei Berührung oder

Aufnahme kann akutes Herz-Kreislauf-Versagen sein. Carbofuran wirkt sehr schnell: Aasfresser liegen meist in der Nähe des Köders, oft noch mit Nahrungsresten oder Insekten am Schnabel oder im Maul. Auffällig sind oft tote Maden und Fliegen am Köder oder dem Kadaver.

 

Weitere Informationen zum Thema „Naturschutzkriminalität“ und eine Checkliste zum richtigen Verhalten bei einem Totfund mit Verdacht auf illegale Tötung können auf der Seite www.tatort-natur.de heruntergeladen werden. Dort können auch Fälle oder Verdachtsfälle von Naturschutzkriminalität gemeldet werden.


Störche aus dem Aischtal segeln Richtung Winterquartier

Den Jungstörchen werden nun schon bald die Eltern folgen

Abschied von den Störchen im Aischtal: Der Nachwuchs ist bereits Richtung Winterquartier „gesegelt“. In diesen Tagen machen sich auch die Altstörche auf die weite Reise.
Abschied von den Störchen im Aischtal: Der Nachwuchs ist bereits Richtung Winterquartier „gesegelt“. In diesen Tagen machen sich auch die Altstörche auf die weite Reise.

In den letzten Wochen haben sie mit ihren Flugformationen die Menschen im Aischtal fasziniert. Bilder, die schon bald der Vergangenheit angehören, wenn die Altstörche ihrem Nachwuchs auf der langen Reise in die Winterquartiere folgen.

 

Zunächst hatten sich nach Mitteilung des versierten Storchenbeobachters Erwin Taube die Jungen gesammelt, sind probeweise aufgestiegen, um sich in der Thermik immer weiter nach oben zu schrauben. Ein Schauspiel, das vielfach zu bewundern und dabei auch zu beobachten war, dass sich immer mehr Jungstörche den Flugkünstlern anschlossen, um dann bei günstigem Aufwind Richtung Südwesten loszusegeln. Wie Segelflieger nutzen sie dazu die wärmsten Stunden. Taube: „Den energiesparenden Aufwind brauchen sie, um fast ohne Flügelschlag größere Strecken zurückzulegen“.

 

Solche Thermiken entstünden in ausreichender Stärke nur über größeren Landflächen, wenn die Sonne den Boden erwärme und die Wärme an die bodennahe Luft abgebe. Der große und mit drei bis vier Kilogramm relativ schwere Vogel sei ist nicht in der Lage, längere Zeit flügelschlagend zu fliegen, wie es etwa Kleinvögel täten, wenn sich beispielweise Grasmücken oder Rohrsänger auf den Weg ins oder vom Winterquartier machten, lässt der Vogelexperte aus Ipsheim wissen. In den Zugmonaten legten die Störche im Schnitt150 bis 300 Kilometer je Tag zurück. Dabei ließen sie sich „bis zum Fuß der nächsten Thermik tragen, um von dort bei günstigem Wetter erneut aufzusteigen“.

 

210 ausfliegende Jungstörche

Von 95 Horstpaaren im Landkreis wurden 210 ausfliegende Jungstörche registriert. Mindestens fünf Jungvögel seien bereits vor dem Abflug tödlich verunglückt oder hätten sich so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Aufgezeichnet ist auch der Tod von wenigstens zwei Altstörchen, darunter ein beringter langjähriger Brutstorch von Oberhöchstädt. Dieser sei nach Taubes Mitteilung bereits vor Brutbeginn eingegangen, sei dort aber von einem neuen Partner ersetzt worden. Im Vorjahr waren nach der Erfassung von LBV-Storchenbeobachter Erwin Taube etwa 175 Jungvögel in 80 Horsten im Landkreis groß geworden.

 

Den zahlreichen Störchen und ihrem Nachwuchs war in diesem Jahr eine hohe „Mausgradation“ zugutegekommen. Beim Mähen wie auch beim Grubbern von abgeernteten Getreidefeldern würden Mäuse und allerlei Getier getötet oder aufgescheucht, weshalb immer wieder Störche zu beobachten sind, die zur „Nachlese“ den Maschinen folgen. Ab Sommer stehen auch Heuschrecken auf dem Speiseplan des Storches, der als „Allesfresser" auch Frösche nicht verschmäht, wenn ihm denn „welche vor den Schnabel kommen“.

 

Allerdings sind nach Feststellung von Erwin Taube „die Zeiten längst vorbei, in denen es in unseren Wiesen nur so von Fröschen wimmelte“ Bereits viele Jahre vor der Erholung beziehungsweise dem heutigen Storchenboom sei es in der Region mit den Beständen der Lurche steil bergab gegangen, weshalb sich der Storch auf die Suche nach anderen Nahrungsquellen habe begeben müssen. Ein Teil bediene sich auf einer kreiseigenen Deponie, wo teilweise bereits die Jungvögel hingeführt würden. Diesen Ort hätten nicht nur Störche entdeckt, die unweit der Deponie brüteten, sondern auch solche vom oberen Aischgrund, wie es Ringablesungen und die Störchin „Schweizerried 1“ mit Sender aus Külsheim belegten. „Dieses Verhalten haben sich die Rotschnäbel angeeignet, ob uns das gefällt oder nicht“, so Erwin Taube gegenüber NN-Online.

 

„Franke“ sorgt für Nachwuchs im Nordsachsen

Von seinen Kollegen weiß er von einem stärkeren Rückgang der Störche in östlichen Bundesländern wie etwa Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen. Dies liege jedoch nicht daran, dass sich dortige Störche bei uns ansiedelten, sondern an dem sich dort stark veränderten Lebensraum. Etwa die Hälfte hiesiger Brutstörche trage einen Ring, dessen Nummern bei so gut wie allen abgelesen werden konnten. Heike Seefried aus Gerhardshofen habe daran einen großen Anteil. Erwin Taube: „Wir wissen also, wo zumindest diese Störche herkommen. Aus östlichen Bundesländern gibt es im Landkreis heuer drei Ringstörche. Ebenso haben ein paar wenige aus unserer Gegend sich dort niedergelassen“. Der älteste Ringstorch aus der hiesigen Region, der seit 2000 in Nordsachsen regelmäßig für Nachwuchs sorge, sei 1996 im Nürnberger Tiergarten beringt worden.

 

Wenn auch die Altstörche in den nächsten Tagen ebenfalls ins Winterquartier Richtung Südwesten aufbrechen, ersparten sich viele inzwischen den Weg nach Afrika und blieben in Spanien hängen, wie es Ringablesungen belegten, berichtet Taube: „Sie ernähren sich dort auf Müllkippen und Reisfeldern“. Ein Teil werde im nächsten Jahr nicht zurückkommen. Dies gelte im Besonderen für Jungvögel, bei denen es erfahrungsgemäß zu größeren Verlusten auf dem Zug und im Winterquartier komme. Ob sich die Zahl der „Überwinterer“ in der Region weiter erhöht, bleibt abzuwarten.

Uhu gerettet!

Am Fronleichnamstag wurde am frühen Morgen ein erwachsener Uhu in einer Wiese bei Weigenheim gefunden. Er war völlig durchnässt. Durch einen Unfall und die Nässe konnte er nicht mehr fliegen. Drei Aktive unserer Kreisgruppe fingen ihn ein und föhnten ihn trocken. Er wurde dann von uns in die Greifvogelauffangstation nach Fürth gebracht. Nach tierärztlicher Untersuchung stellte sich erfreulicherweise heraus, dass der Uhu keine Flügelverletzung hatte. Das männliche Tier war eventuell mit einem Auto zusammengestoßen, darauf deuteten Verletzungen oberhalb des Schnabels hin. Er zeigte keine Abwehrreaktion und konnte nicht selbstständig fressen. Deswegen musste er zunächst gefüttert werden. Nach ein paar Tagen fraß er dann von alleine, und durfte in eine Voliere. Nach zwei Wochen Pflege holten wir ihn gesund wieder ab.

Er wurde beringt und am Fundort wieder in die Freiheit entlassen.

Einige Tage später wurden seine Rufe mehrmals gehört.

Wir freuen uns riesig, dass wir ihn retten konnten und hoffen, dass er im nächsten Jahr ein Weibchen findet und zur Erhaltung der Art beitragen kann.

 

PS: Nicht immer kann verletzten Greifvögeln geholfen werden, so mussten dieses Jahr leider ein Turmfalke und eine Rohrweihe mit Flügelbrüchen eingeschläfert werden.

 

Text und Fotos: Margareta Loscher

 

verletzter Uhu:

 

Uhu beim Beringen

 

Uhu in Freiheit

Der Uhu ruft wieder

Im Jahr 2019 zählten die Experten im Landkreis sechs Bruten und 20 besetzte Reviere – Europas größte Eule – Nachtaktives Tier fasziniert den Menschen

Bericht aus FLZ vom 31.03.2020
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Erste Zugstörche zurück

Trupp von etwa 55 Winterstörchen in den Aischwiesen bei Diespeck
Trupp von etwa 55 Winterstörchen in den Aischwiesen bei Diespeck
 Schwedischen Ringstorch (unten rechts) im Trupp mit etwa 55 Überwinterer
Schwedischen Ringstorch (unten rechts) im Trupp mit etwa 55 Überwinterer

Mitte Februar kehrten im Landkreis die ersten Störche aus dem Winterquartier zurück.  Im unteren Aischgrund möglicherweise auch schon ein paar Tage früher. Derzeit vermischen sich Überwinterer und Zugstörche, so dass man erst durch Ringablesung sicher sagen kann, ob es sich um Rückkehrer handelt. Das frühe Erscheinen zeigt, dass sie nicht in Afrika, sondern in Spanien überwintert haben müssen. In Ipsheim standen am vergangenen Sonntag bis zu zehn Störche auf dem Kastenbau. Darunter einige Winterstörche, aber auch mindestens ein Zugstorch mit der Ringnummer SE050.

Es handelt sich um eine bekannte Storchendame, die 2007 in der Schweiz als Nestling beringt wurde, schon auf der Bad Windsheimer Spitalkirche und der Lenkersheimer  Kirche brütete

und seit 2017 Brutstorch auf dem Ipsheimer Kastenbau ist. Es ist schon erstaunlich, wie  zielgenau die Rückkehrer ihren Horst ansteuern. Das trifft auch auf ein Männchen zu, welches zwei Tage später auf dem Nest des südlichen Kirchturmeckes in Ipsheim stand, genau dort wo es seit zwei Jahren zuhause ist. In Uehlfeld und Gerhardshofen ist ebenfalls schon der ein oder andere Horst mit Rückkehrern besetzt.

Noch vor etwa 14 Tagen sorgte ein größerer Storchentrupp mit bis zu 60 Vögeln für Aufsehen. Dieser war in den Wiesen des unteren Aischgrundes, auf und in der Nähe der Dettendorfer Deponie und beim Übernachten auf der Evangelischen Kirche, in Neustadt, zu beobachten. Von diesen konnten einige Ringstörche abgelesen werden. Darunter je ein Brutstorch aus Uehlfeld und Unterlaimbach und drei jüngere, die 2018 im Landkreis 

beringt wurden. Die meisten aus diesen Trupp stammen nicht aus unserem Landkreis. Somit hält sich deren Anzahl noch in Grenzen. Beim Ablesen gab es jedoch eine Überraschung. Ein Storch trug im Gegensatz zu unseren ELSA-Ringen, einen besonderen Ring, nämlich einen runden länglichen orange  Kunststoffring mit schwarzer Innschrift. Diese werden seit 2019 zur Beringung junger Schwedischer Störche verwendet. Demnach hat dieser Storch den Weg bis zu uns gefunden, um hier zu überwintern.   

Heike Seefried, Storchenbeobachterin aus Gerhardshofen, hat an anderer Stelle zwei weitere heimische Brutstörche dokumentieren können, die es vorzogen den Winter hier zu verbringen. Einer vom Diespecker Gemeindehaus und einer vom Storchennest in Oberhöchstädt. Von einem, schon viele Jahre überwinternden, Ipsheimer Männchen fehlt jede Spur. Wenn es noch am Leben ist, müsste es in den nächsten Tagen auftauchen. Seinen eigenen Weg geht das Paar aus Schauerheim, welches schon 12 Jahre lang nicht mehr abzieht, sondern den Winter hier verbringt. Es ist stets allein in den nahen Wiesen zu sehen, ohne sich einen Trupp anzuschließen und kehrt auch abends auf den eigenen Horst zum Übernachten zurück. 

In den nächsten Tagen werden weitere Zugstörche eintreffen und man kann gespannt sein, ob alle zurückkommen, vor allem, ob die neuen Standorte Burgbernheim und Schwebheim wieder mit Storchenleben erfüllt werden.    

Der einzige Storch im Landkreis mit einem Sender, ein Weibchen mit dem Namen "Schweizeried 1", 2018 und 2019 in Külsheim brütend , ist noch unterwegs und befand sich  am 12.02. bei Zaragoza in  Spanien. Es ist noch viel Zeit, um mit Nestbau und Brut zu beginnen. Störche, welche in Afrika überwintern kommen ohnehin einen Monat später. Erwin Taube

 

Januar 2020: Imposantes Bild: Großer Storchentrupp rastet in Neustadt (aus nn-online)

sorgt abends für ein imposantes Bild - Kirche bietet sicheres Nachtquartier -

Das hat die evangelische Stadtkirche in Neustadt in ihrer 550-jährigen Geschichte noch nicht erlebt: Sie ist mit umliegenden Gebäuden das Nachquartier eines großen Trupps „Winterstörche“. © Harald Munzinger
Das hat die evangelische Stadtkirche in Neustadt in ihrer 550-jährigen Geschichte noch nicht erlebt: Sie ist mit umliegenden Gebäuden das Nachquartier eines großen Trupps „Winterstörche“. © Harald Munzinger

NEUSTADT/AISCH - Für ein vielbeachtetes Phänomen sorgen derzeit bis zu 33 Störche, die auf dem First der evangelischen Stadtkirche in Neustadt sowie auch auf benachbarten Dächern allabendlich ihr Nachtquartier beziehen.

Da die ersten Zugstörche erst in etwa einem Monat zurückkehren werden, sind es nach Feststellung des Storchenexperten Erwin Taube allesamt Überwinterer.  Über die Ringnummer versucht er, sie zu identifizieren, das heißt ihre Herkunft auszumachen. 

 

Weit über die Hälfte der prächtigen Weißstörche, die sich auf dem Kirchendach, auf dem Kärnter oder auf dem einstigen Progymnasium, gelegentlich auch auf dem Rathaus niederlassen, sei unberingt, stellte Taube fest. Bei einigen waren Ringe wegen Verschmutzung nicht ablesbar, bei anderen wegen ihres ungünstigen Standortes beispielsweise an allen vier Kirchturmecken. Der Storchenbeobachter des Landesbundes für Vogelschutz geht davon aus, dass auch überwinternde Brutstörche aus dem Landkreis unter den „Kirchenbesetzern“ sind, wobei diese sich mit nur etwa 12 Tieren - bei 82 Paaren im letzten Jahr – „bei uns in Grenzen halten“.

 

Ausmachen konnte Erwin Taube einige Störche, die als „Nestlinge“ im Landkreis beringt worden waren, darunter je einer aus einem Nest in Uehlfeld beziehungsweise Bad Windsheim („Jahrgang“ 2018). Ein weiterer war 2016 in Uehlfeld beringt worden, einer Brutstorch in Öttingen, der im Oktober 2018 in Spanien erfasst worden war und nun hier überwintert. Nach Taubes Feststellungen stammt einer der Störche aus einer 2018-er Brut in Schopfloch. Einer sei 2002 in Rheinhessen beringt worden und damit schon relativ alt. Bemerkenswert findet er, „dass das überwinternde Schauerheimer Paar auf dem eigenen Nest übernachtet, während das überwinternde Ipsheimer Paar - eines von elf - seit Wochen auswärts schläft“.

Nähe zur Futterquelle Deponie Dass die Übernachtungsgäste die Neustädter Altstadt als Quartier wählten, dürfte nach Einschätzung des Experten mit der nahen Futterquelle Deponie Dettendorf zusammenhängen. Auf der sind die Störche, die zum Schutz vor Prädatoren - wie etwa dem Fuchs – auf hohen Gebäuden übernachten, tagsüber truppweise anzutreffen, oft auch in größerer Zahl in den Aischwiesen zu sehen. 

 

Eine Fütterung sei nicht notwendig, erklärte Erwin Taube gegenüber NN-Online, das die Störche neben dem auf der Deponie „gedeckten Tisch“ derzeit auch auf Wiesen sowie in Gräben und Bächen „was zu futtern finden“. Auch bei starkem Frost brauche man keine  Angst um die Störche haben: „Sie halten das aus und selbst bei Schnee und Nahrungsmangel kommen sie 10 bis 14 ohne Futter“. Zudem könnten sie bei einem „Zwischenzug“ in eine schneefreie Gegend ausweichen. „Bei so einer Truppgröße bietet sich das Neustädter Kirchendach nebst Nebengebäuden an“, erklärt Erwin Taube das imposante Bild der aufgereihten Störche, die vor der Dämmerung anfliegen und Neustadt ein geburtenreiches 2020 verheißen könnten, der Kirchengemeinde vielleicht den gewünschten Zuwachs. In kleineren Gruppen hätten in diesem Winter auch schon Störche auf der Diespecker Kirche und in Schauerheim übernachtet. In Ipsheim seien bis jetzt noch keine aufgetaucht, „da es vielleicht etwas zu weit zu den ‚Futtertöpfen‘ nach Dettendorf ist“.